Therapieformen
Wärme kann hervorragend zur unterstützenden Behandlung von chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates eingesetzt werden. Durch Wärme wird die Durchblutung angeregt, Muskelverspannungen gelöst und eine Schmerzlinderung erreicht. Zusätzlich hat Wärme eine entspannende Wirkung auf den gesamten Organismus.
Zur Wärmebehandlung werden u. a. Infrarot-Licht, die heiße Rolle oder Heilschlamm eingesetzt.
Kälte wird als Therapiemittel bei akuten und subakuten (einige Tage nach der Verletzung) Verletzungen des Bewegungsapparates, wie Prellungen, Zerrungen, Stauchungen, Quetschungen oder Brüchen eingesetzt. Sie zeigt auch bei Entzündungen hervorragende Wirkung.
Durch die Kälteanwendung ziehen sich die Blutgefäße zusammen, dadurch wird bei offenen Wunden eine Blutstillung erreicht. Bei geschlossenen Wunden (z.B. Quetschung) können Blut und angestaute Gewebsflüssigkeit nicht abfließen, sie sammeln sich unter der Haut und im Gewebe an - es entstehen Schwellungen (Ödeme) und Blutergüsse (Hämatome). Das führt in weiterer Folge zu Schmerzen und Spannungszuständen. Auch hier kann mit Kälte sehr gut geholfen werden. Durch die gefäßverengende Wirkung der Kälte, wird auch hier eine Blutstillung erreicht – so wird der Blutaustritt ins umliegende Gewebe gestoppt oder zumindest vermindert und die Größe des Hämatoms kann in Grenzen gehalten werden. Zusätzlich tritt auch eine Schmerzlinderung auf.