Therapieformen
Hierbei handelt es sich um die Aneinanderreihung von speziellen Grifftechniken, ähnlich denen der Massage, zur Behandlung der Wirbelsäule und der sie umgebenden Muskulatur. Es soll wie bei der Massage zu einer Schmerzlinderung, Lockerung und zu einer besseren Beweglichkeit kommen.
Warum ist die Wirbelsäule so wichtig?
Die Hinterhand entwickelt den für die Vorwärtsbewegung nötigen Schub. Dieser Schub wird über die Wirbelsäule nach vorne übertragen. Durch das Vorhandensein von Blockaden oder Verspannungen kann diese Schubübertragung gestört sein. Solche Blockaden und Verspannungen entstehen zum Beispiel durch nicht passende Sättel, das Reitergewicht oder durch Verletzungen. Die Folge: das Pferd kann keine optimale Leistung erbringen und hat Schmerzen. Diese Schmerzen äußern sich durch wegdrücken des Rückens beim Putzen oder Satteln und durch Rittigkeitsprobleme. Aber auch nach Operationen an der Wirbelsäule kann die Wirbelsäulentiefenbehandlung zur schnelleren Genesung eingesetzt werde. Generell sollte die Wirbelsäule und deren umgebende Muskulatur auch bei Schonhaltungen der Extremitäten mitbehandelt werden, da sich diese Schonhaltungen negativ auf den Pferderücken auswirken.
Große Beachtung sollte man dem Sattelwechsel schenken. Es macht wenig Sinn, einen nicht passenden Sattel durch einen neuen, angepassten Sattel zu ersetzen, ohne vorher auch den Pferderücken physiotherapeutisch zu behandeln. Mit Hilfe der Wirbelsäulentiefenbehandlung können Druckstellen, Verspannungen und Verklebungen, welche durch den alten Sattel entstanden sind, beseitigt werden. Der Pferderücken kann sich so ohne Stresspunkte an den neuen, passenden Sattel gewöhnen und das Pferd wird sichtlich mehr Freude an der Bewegung haben.
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